Das konzeptionelle Modell für die Miniszenarien

Um von den Interviewergebnissen zu Miniszenarien zu kommen, die dann von den Experten bewertet werden, haben wir die Analyseergebnisse zu vier zentralen Metathemen verdichtet: Metabegriffe, mit denen man die beschriebenen Entwicklungen fassen kann, sind wachsende Unberechenbarkeit, (z.B. kürzere Zyklen, disruptive Folgen Digitalisierung etc.) und wachsende Komplexität (z.B. durch größere Gesellschafterkreise, unterschiedlichere Lebensentwürfe, stärkere globale Vernetzung des Unternehmens). Flexibilität könnte eine Antwort auf diese Herausforderungen sein.

Zudem stärken einige der beschriebenen Entwicklungen potenziell Zetrifugalkräfte, die auf das Unternehmen und/oder die Unternehmerfamilie wirken (z.B. wachsende räumliche und mentale Distanzen).

Die Befragten selbst sprechen in unterschiedlichen Passagen der Interviews von zunehmender Volatilität, Schnelligkeit, Komplexität (wörtlich oder auch als „schwierigere Entscheidungsfindung“ etc.), Flexibilisierungsanforderungen.

Aus diesen Begriffen lässt sich ein Schema entwickeln, mit dessen Hilfe wir die Szenarien erarbeiten.

Anhand dieses Modells werden (1) die Ursache-Ergebnis-Zusammenhänge, die als besonders relevant eingestuft wurden, genommen und nach Beispielen beleuchtet. Mit diesen Beispielen (2) wird bewertet, wie flexibel die Familienunternehmen bzw. die Gesellschafterkreise auf das Ereignis reagieren – oder nicht. Daraus ergeben sich Szenarien, welche zudem (3) daraufhin beleuchtet werden, welche Rückwirkungen diese Ereignisse wiederum auf die Familienunternehmen bzw. die Gesellschafterkreise haben, also welche zentrifugalen oder zentripetalen Kräfte wirken bzw. diese auslösen. Die Miniszenarien werden also aus diesen drei, schematisch nachvollziehbaren Schritten systematisch abgeleitet.

Das konzeptionelle Modell für die Miniszenarien

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