Der Szenarioprozess

Aufbauend auf den Ergebnissen der Literaturrecherche und qualitativen Befragung im Rahmen des Real-Time-Delphis werden wir im Rahmen des Forschungsprojektes Szenarien entwickeln, die von Stand heute bis ins Jahr 2030 unterschiedliche Entwicklungsoptionen aufzeigen. In der Zukunftsforschung  gilt dabei die Faustregel, dass es mehr mögliche Optionen gibt, je weiter der Zeithorizont in der Zukunft liegt. Der Szenarioprozess schließt dabei folgende Schritte mit ein:

szenarioprozess

Wie aber kann man Szenarien schlüssig und anschaulich darstellen? Nachdem man konsistente Zukunftsszenarien auf Grundlage der Schlüsselfaktoren und beschriebenen Projektionen entwickelt hat, sollte man sich folgende zwei Fragen stellen:

  1. Wie wahrscheinlich ist das Eintreten des Szenarios (sehr unwahrscheinlich, durchaus wahrscheinlich, höchst wahrscheinlich)?
  1. Welche Auswirkung hat das Eintreten dieses Szenarios auf das Familienunternehmen (alles bleibt wie es ist, leichte Veränderung, fundamentaler Wandel)?

Teilt man diese in einem Koordinatensystem nach X- und Y Achse ein, kann man Cluster ableiten (z.B. mehrere Szenarien sind durchaus wahrscheinlich und bewirken leichte Veränderungen) und die Items aus dem Delphi (in unserem Fall die als Schlüsselfaktoren identifizierten gesellschaftlichen Einflussfaktoren) entsprechend zuordnen. Als letzten Schritt können anschließend die Chancen und Risiken für die einzelnen Akteure, in unserem Fall der Subsysteme Familie, Gesellschaft und Unternehmen anhand von beispielhaften Aussagen dargestellt werden. Zum Beispiel: Welche Chancen und Risiken hat Szenario XY für Geschäftsführer Günter (Manager), Bruder Peter (Gesellschafter) und seine Kinder Paul und Anna (Familie).

Der Szenarioprozess

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